Was dieses Buch besonders macht
Es geht nicht um große Schuldfragen, sondern um kleine Alltagsszenen, in denen Nähe, Respekt, Aufmerksamkeit und Verbindlichkeit entschieden werden. Das Buch schaut genau hin, wo Gespräche kippen, warum ein harmlos gemeintes „Ok“ oft nicht reicht und weshalb Missverständnisse selten an einem einzelnen Satz hängen, sondern an Mustern.
Der Erzähler ist 67, hat ein halbes Leben lang zugehört, das andere halbe falsch interpretiert und daraus ein Buch gemacht, das nicht belehren will, sondern sichtbar macht, was im Alltag zwischen Männern und Frauen oft schiefläuft.
Es geht um den Reflex, Probleme wie einen tropfenden Wasserhahn reparieren zu wollen, um das berüchtigte „Ist schon gut“, um stillen Rückzug, verletzte Routinen und die erstaunliche Erkenntnis, dass Kommunikation nicht einfach die Lösung ist, sondern oft erst das Gelände, auf dem sich alles entscheidet.
Wer hier nur über Frauen lachen will, wird enttäuscht. Es wird auch über Männer gelacht ... über ihre Logik, ihre Abkürzungen, ihre Tapferkeit beim Schweigen und ihre Ahnungslosigkeit bei Sätzen, die harmlos klingen und doch Folgen haben. Für alle, die beim Lesen gern denken: Genau das. Exakt so.